Category Archives: Gedanken

“Ich schenke euch ein neues Herz…”

“…und lege einen neuen Geist in euch.”

Wenige Wochen nach Anbruch des Jahres 2017 ist die Jahreslosung aus dem Prophetenbuch Hesekiel schon eine politische Botschaft geworden. Eine Woche Präsident Donald Trump macht anschaulich, wie eine herzlose und geistlose Welt aussieht: Millionen Menschen sind auf der Flucht vor Krieg und Terror, aber die barmherzigen Samariter werden für das Chaos verantwortlich gemacht. Nationalismus und Autobahnbau gilt wieder als Weg in die Zukunft. Internationale Handelsverträge werden gekündigt, wenn der Handel nicht mehr in erster Linie den Interessen der USA dient. Muslime dürfen nicht mehr einreisen, auch wenn dies eine friedliche Entwicklung des Zusammenlebens zwischen Christen und Muslimen beschädigt. Folter gilt wie in den grausamen Diktaturen als ein legitimes Mittel der Politik. Christen können sich eigentlich nichts sehnlicher wünschen als dass die Jahreslosung auch in den USA wirklich wahr wird. Christliche Politiker müssen die Orientierung an der Liebe und am Geist Gottes einfordern. Ansonsten verliert die westliche Welt das Erbe der christlichen Kultur.

“Mehrheit fühlt sich vom Islam bedroht”

so titelt die Tagesschau und stellt so eine Meinungsumfrage aus den Jahren 2012 und 2014 vor. Man muss schon die Frage genau lesen, um zu verstehen, worauf sich diese Antwort bezieht: Als wie bedrohlich bzw. wie bereichernd nehmen Sie den Islam wahr? “Den Islam”, nicht “die Muslime in Deutschland”! Die jüngeren sunnitischen Muslime in Deutschland (die weit liberaleren Aleviten wurden nicht ausgewertet) sind nach dieser Studie zwar viel religiöser als die älteren, aber sie schätzen die Demokratie, respektieren andere Religionen und sind toleranter als die Muslime in der Türkei. Vor ihnen haben die Deutschen eigentlich auch keine Angst, sondern vor der Situation im Nahen Osten, im Sudan oder in Pakistan. So wundert es mich nicht, dass 40% der deutschen Bevölkerung sich wegen der vielen Muslime wie Fremde im eigenen Land fühlen. In vielen Gegenden leben nämlich überhaupt keine Muslime! An die Stelle der persönlichen Erfahrung tritt einfach die wilde Phantasie, wie es wäre, wenn Boko Haram oder IS-Terroristen oder Taliban das Ortsbild prägen würden.
Die Christen unter den Islam-Fürchtern würde ich gerne fragen: Wie vermeidet ihr, dass eure Furcht vor dem Islam eure Liebe zu den muslimischen Menschen beschädigt? In Jesu Augen sind sie nämlich eure Nächsten, denen ihr nicht das Leben schwer machen dürft. Mit Vorurteilen und Intoleranz fügt ihr eurem eigenen Glauben großen Schaden zu. Und wenn Nichtchristen erfahren, dass ein Viertel der Deutschen den Muslimen die Einreise nach Deutschland verbieten will, was sollen sie dann vom christlichen Glauben halten?
Wir müssen Mohammeds Lehre nicht richtig finden. Wir dürfen zu unserem eigenen Glauben stehen. Aber den sollte man dann auch an unserem freundlichen Umgang mit Muslimen erkennen können.

Happy 2015

Puzzle

Das Neue Jahr mag wie ein ungelöstes Puzzle erscheinen, aber es wird gewiss ein gutes Jahr.
We know that all things work together for good to them that love God (Röm 28,8).
Mit unseren Gottesdiensten wollen wir dazu beitragen, dass das Neue Jahr für Sie ein gutes wird.